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Andachten und mehr

Wenn schon die Kirche nicht mehr für Konzerte und ähnliche Veranstaltungen geöffnet werden darf, finden Sie hier Texte und mehr als kleinen Trost...

Der Gruß an die Gemeinde

Pastorin Bonna van Hove grüßt am Sanstagmorgen

Foto: Bonna van Hove

Vielen Dank an Familie Waskowiak, die während der ganzen "Coronazeit" musikalisch für uns da war! Toll und DANKE, dass es euch gibt!!!

Schauen Sie doch bitte auch in unsere unten stehende Andacht für diese Woche. Dort finden Sie Musik von Marc Waskowiak, einen gesprochenen Psalm von Pastorin Bonna van Hove und diesmal wieder ein Video mit Pastor Christoph Jebens.

Unser Wort zur Woche vom 28. Mai 2020 für Sie

Pfingsten kann man sich schenken!

Klar, diese Überschrift muss man mit Augenzwinkern lesen! Wer würde schon auf das Pfingstfest schimpfen: Schenk dir dieses Fest? Dafür gibt Pfingsten unter allen Festen am wenigsten Anlass. Denn kaum ein anderes Fest bietet so viel Freiheit.

Vielleicht ist es genau das, wofür ich Pfingsten schon in der Kindheit besonders geliebt habe: Die Freiheit! Ein paar freie Tage in der schönsten Jahreszeit, Zeit für Familie, Zeit für Kirche – aber immer auch die Freiheit, mit Freunden loszuziehen, um etwas Schönes zu erleben.

Der Eingang des Hauses wurde zur Pfingstzeit mit frischem Birkengrün geschmückt, das habe ich nicht vergessen. Kleine Rituale, die Festtage schön machen. Und eben: die Zeit füreinander in der Familie. Das war nicht selbstverständlich, da mein Vater lange Tage auf der Arbeit hatte. Geschenkte Zeit!

Was ich damals noch nicht ahnte war, dass diese Freiheit genau das trifft, was Pfingsten sein soll. Denn wir feiern ja die Gabe des Heiligen Geistes an die ersten Christen. Und das bedeutete das Geschenk einer großen Freiheit an sie, die vorher in der Furcht vor der Zukunft und vor dem Tod gefangen gewesen waren.

Das Geschenk des Geistes machte sie frei: Frei, sie selbst zu sein, auch wenn die Mitmenschen feindselig waren, und frei, ihr Leben fröhlich mit anderen zu teilen. Die Sorge war klein geworden und die Freude groß.

Das wünsche ich Ihnen zu Pfingsten: Tage der Freiheit. Und die Freiheit, etwas davon jemand anderem zu schenken. Vieles ist ja wieder möglich – mit Vorsicht!

Bleiben Sie gesund!

Ihr Pastor Christoph Jebens

Die Haupt- und Ehrenamtlichen grüßen die "weite Welt"

Hier ist ein Foto, auf dem die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Martin-Luther-Gemeinde alle grüßen, die diese Seite gewählt haben.

Von nun an werden wöchentlich Andachten hier angeboten, die Sie zuhause allein, oder auch im Familienkreis feiern können.

Bleiben Sie gesund!        Unser Gott möge Sie segnen.

Bonna van Hove          Christoph Jebens           Marc Waskowiak

Andacht zum Sonntag (24. Mai 2020)

Lasset die Glocken der Martin-Luther-Kirche erklingen

Video anzeigen

Das aufzurufende Video ist eine Tondatei. Aus technischen Gründen kann sie jedoch nur als Video-Datei angezeigt werden.

Vorspiel: Morgenlicht leuchtet

Kerze entzünden

Die Glocken läuten und rufen zum Gebet.

Jesus sagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Überall auf der Welt treffen sich Christen zum Gottesdienst. Wir sind in Gedanken mit ihnen verbunden.
Wir sind versammelt. An unterschiedlichen Orten. Im Glauben.
Wir feiern im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes unsere Andacht.

Gebet

Gott.
Ich bin hier.
Und Du bist hier.
Ich bete zu Dir.
Auch, wenn ich nur alleine zu dir spreche, so weiß ich mich doch verbunden mit den vielen anderen, die an dich glauben und zu dir beten.
Ich bin hier.
Und Du bist hier.
Das genügt.

Stille

Gott, höre auf unser Gebet.
Amen.

Psalm 27 (gesprochen von Pastorin Bonna van Hove)

Das aufzurufende Video ist eine Tondatei. Aus technischen Gründen kann sie jedoch nur als Video-Datei angezeigt werden.

Psalm 27 (im Ausschnitt)

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? 

Wenn die Übeltäter an mich wollen, mich zu verschlingen, meine Widersacher und Feinde, müssen sie selber straucheln und fallen.

Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten. Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen. 

HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir!  Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils!

Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf.

HERR, weise mir deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen. Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.

Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Gesangbuchlied EG 166: Tut Mir auf die schöne Pforte

Tut mir auf die schöne Pforte,
führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

Ich bin, Herr, zu dir gekommen,
komme du nun auch zu mir.
Wo du Wohnung hast genommen,
da ist lauter Himmel hier.
Zieh in meinem Herzen ein,
lass es deinen Tempel sein.

Mache mich zum guten Lande,
wenn dein Samkorn auf mich fällt.
Gib mir Licht in dem Verstande
und, was mir wird vorgestellt,
präge du im Herzen ein,
laß es mir zur Frucht gedeihn.

Stärk in mir den schwachen Glauben,
lass dein teures Kleinod mir
nimmer aus dem Herzen rauben,
halte mir dein Wort stets für,
dass es mir zum Leitstern dient
und zum Trost im Herzen grünt.

Rede, Herr, so will ich hören,
und dein Wille werd erfüllt;
nichts lass meine Andacht stören,
wenn der Brunn des Lebens quillt;
speise mich mit Himmelsbrot,
tröste mich in aller Not.

Besinnung

Besinnung von Pastor Christoph Jebens als Video.

Fürbitten

Gott, gut, dass du da bist.
In einer Welt, die uns verunsichert, die sich von Tag zu Tag verändert, bist du mein treuer Gott in Ewigkeit.
Du bist der Fels in der Brandung, die Burg, die mich schützt, der Vater, der mich liebt.Zu dir darf ich kommen mit allem, was mich in diesem Tagen bewegt.
Ich darf dir sagen, was mir Angst macht, wem meine Sorge gilt und was ich erhoffe.
Du hörst meine Klage und mein Lob.
Gott, ich denke an alle, die in diesen Zeiten noch einsamer sind. Die niemanden haben, der ihnen die Hand reicht, oder auch zuhört.
Ich denke an die Kranken in unseren Krankenhäusern, die keinen Besuch haben können.
Ich denke an die Kranken in anderen Ländern, die medizinisch nicht so gut versorgt sind wie wir.
Ich denke an alle, die helfen. Die Ärztinnen und Ärzte, die Krankenschwestern und Pfleger.
Ich denke an die Menschen im Einzelhandel und an die Politiker. Ich denke an alle, die ihr Möglichstes tun, um diese neue Situation uns zum Wohle zu bewältigen.
Gott, ich denke auch an diejenigen, die mir besonders am Herzen liegen. Beschütze und behüte sie.
In der Stille, mein Gott bringe ich vor dich, was uns bewegt.

Stille

Gott, du bist bei uns.
Schenke Mut den Mutlosen.
Kraft den Verzweifelten.
Zuwendung den Kranken.
Liebe den Einsamen.

Vater Unser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsre Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Gesangbuchlied 0114 Möge die Straße uns zusammenführen

Möge die Straße uns zusammenführen
und der Wind in deinem Rücken sein;
sanft falle Regen auf deine Felder
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Refrain: Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand;
und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand.

Führe die Straße, die du gehst
immer nur zu deinem Ziel bergab;
hab wenn es kühl wird, warme Gedanken
und den vollen Mond in dunkler Nacht.

Refrain

Hab unterm Kopf ein weiches Kissen,
habe Kleidung und das täglich Brot;
sei über vierzig Jahre im Himmel,
bevor der Teufel merkt du bist schon tot.

Refrain

Bis wir uns mal wiedersehen,
hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;
er halte dich in seinen Händen,
doch drücke seine Faust dich nicht zu fest.

Refrain

Segen

Hände öffnen und laut sprechen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.
Amen

Oder

Fenster öffnen. Einatmen. Ausatmen. Spüren, dass Du da bist. Spüren, dass andere da sind. Genau jetzt. Genau so. Verbunden. Miteinander. Mit Gott. Im Glauben. Einatmen. Ausatmen. Und leise sprechen „Gott spricht: Ich will Dich segnen und Du sollst ein Segen sein.“  (oder ein anderes Segenswort oder ein anderes Wort, das gerade Kraft gibt). Mehrmals wiederholen und dabei vielleicht lauter werden. Stille. Einatmen. Ausatmen. Fenster schließen.

Nachspiel: Wo Menschen sich vergessen

Kerze löschen